Untiefen des Jakobsweges
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Der erste Morgen

Der Schlaf des Pilgers ist heilig von 22:00 bis 7:00 (!); zumindest stand es so in riesigen Lettern an allen Tueren des Hostals, doch die Realitaet war grausamer.

Gegen 23:00 kamen auch die letzten betrunkenen Schnarcher in Ihr Bett, nachdem sie unter Tuetengeraschele ihre Zahnbuerste fanden und benutzten. Um 6:00 klingelten nach durchschnachter Nacht die ersten wundervollen Morgenhymnen der allseits gestellten Handy Wecker und der Run auf die Toiletten und das Fruehstuecksbuffet begann. Zwar kostete es nur 2,5€ und wurde immer wieder aufgefuellt aber eine Horde 16 jaehriger Jugendherbergsbesucher war nichts gegen den geballten Willen als erster den Jakobsweg zubetreten. Ein nervoeses Hauen und Stechen lies die Konkurrenten hinter einem stehn und Mensch begann als ersten den Tag: im Schweisse seines Angesichts.

5.5.07 20:56


Scheue mit Klappen

Waehrend des Weges, auf dem meistens feste Wanderschuhe etwas ueberbewertet werden, finden immer wieder die gleichen und selben Begnungen statt. Ein "Holá, Buenes dias" fuer die Einwohner, welches je von Dorf zu Dorf unterschiedlich beantwortet wird. Mal freundlich mal herzlich, mal knurrig oder karg. Die ANDEREN pilger sind selten zu einem Schwaetzchen bereit, sondern gehen olympisch - und damit meine ich nicht "Dabeisein ist alles"- ihren Weg. Fest werden die zweifachen Wanderstoecke bei jedem Schritt in dem Boden gerammt um maximale Effektivitaet und Geschwindigkeit zu erreichen. Der Lauf der Horden, deren Gewinn das erste Bett in der Alberge ist, ist im Gange.

In einem Dorf, am Wegesrand war ein Zettel in einem Fenster zu sehen, auf welchem sich der Bewohner darueber beklagt, dass die Pilger nicht die Menschen und ihre Armut sehen, sondern nur mit den Scheuklappen eines sensiblen Esels nach Santiago laeuft...

12.5.07 10:57


Abziehbild durch Coelho ?

Wie wahrscheinlich viele der laufenden Gemeinde auf dem Weg, las ich das Buch "Auf dem Jakobsweg" von Paulo Coelho; heute zu Ende.

Durch die Veraenderungen die sich auf dem Weg bei mir ergaben und dem anschliessendem Lesen des Buches gab das Buch eine Idee ueber seinen Auftrag, seine Idee, sein Schwert, wie er es nennt. Dieses autobiographische Buch beschreibt seine Reise auf dem Weg von Frankreich bis Cebreiro, wo uebrigens im vogelegenen Dorf Faba eine vorzuegliche Pilgerherberge liegt, die von Schwaben betreut und gestiftet ist.

Coelho kommt sehr glaeubig mit allerlei spirituellen Firlefanz an. Zumindest war so mein erster Eindruck auf den beginnenden Seiten. Es aendert sich seine Art zu beschreiben innerhalb des Buches nicht, aber der glaeubige Firlefanz veraendert sich zum kraeftigendem Nachdenken. Er oeffnet eine Welt mit Weisheit und Spiritualitaet. Es gibt eine Idee was Trost spenden im Glauben bedeuten kann, auch wenn der Glaube selbst noch nicht angekommen ist.

 

12.5.07 21:02





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